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Lebendige Geschichte im Bild
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Zeitreise ins 18. Jahrhundert 2007 - Autor: Kersten Kircher 21.10.2007. 21:12

1193005589_d61s1601.jpgZeitreise ins 18. Jahrhundert

verwandelt Schlosspark in ein lebendiges Museum

In ein lebendiges Museum haben über 150 Historiendarsteller am 11. und 12. August 2007 das Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda verwandelt. Bei der mittlerweile zehnten „Zeitreise ins 18. Jahrhundert“ stand das Leben und Leiden der angeblich „verkauften Hessen“ im Mittelpunkt, jener hessischen Soldaten die 1776 von ihrem Landgrafen Friedrich II. von Hessen-Kassel für den Krieg in Amerika zwar nicht verkauft, aber vermietet worden waren.

Was es wirklich mit dem so genannten Soldatenhandel der hessischen Landgrafen auf sich hatte, konnten rund 3000 Zuschauer bei der „Zeitreise ins 18. Jahrhundert“ erleben, zu der die Gesellschaft für Hessische Militär- und Zivilgeschichte,

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1193426526_hz5u1693k.jpgdie Hessische Hausstiftung und der Radiosender hr1 ins Barockschloss Fasanerie bei Eichenzell eingeladen hatten. Bei der in Hessen einzigartigen Veranstaltung ließen die Darsteller in zeitgenössischen Kostümen die Besucher eintauchen in die Welt des Spätbarock: Hessische Soldaten zeigten ihre Ausrüstung und Exerzierübungen für den Krieg in Amerika ebenso wie ihre damaligen Feinde, die amerikanischen Linientruppen und Milizen sowie deren indianische Verbündete. In einer Manöverdarstellung machten sie anschaulich, wie der damalige Stand der Militärtaktik und -technik war. Zeitgenössische Händler boten ihre Waren feil, und die höfische Gesellschaft lustwandelte im Park und wohnte den Vorführungen klassischer Reiterei bei. Wie sich die Bekleidungsgeschichte im 18. Jahrhundert entwickelt hat, demonstrierte die internationale Gruppe L’Age de Lumieres in einer Art Modenschau.

1193426511_d61s1239k.jpgTagsüber gab es Sonderführungen durch das Schlossmuseum. Und auch an die Kinder war gedacht: Für sie gab es spezielle Führungen, bei der eine „Prinzessin“ von ihrem Leben im Schloss erzählt.

Für Liebhaber zeitgenössischer Musik spielts das Ensemble „Le Goût Étranger“ am Abend des 11. August Barockmusik zwischen Schäferromantik und Hofetikette. Am Sonntag luden die Musiker nach dem Feldgottesdienst zu einer Matinee in das chinesische Teehaus ein.

Text: Martin Heller

Die CD zur Veranstaltung finden sie hier






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© Kersten Kircher