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Lebendige Geschichte im Bild
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Zeitreise ins 18. Jahrhundert 2006 - Autor: Kersten Kircher 21.10.2007. 21:00

1193423472_hz5u8866.jpgAm 12. und 13. August in Eichenzell bei Fulda
Zeitreise ins 18. Jahrhundert verwandelte Schlosspark in ein lebendiges Museum

Wie sahen feine Damen zur Zeit von Mozart und Goethe aus? Warum waren Uniformen bunt, als Friedrich der Große regierte? Sind hessische Soldaten wirklich von ihrem Landgrafen nach Amerika verkauft worden? Antworten auf diese und viele andere Fragen gaben am Wochenende vom 12. und 13. August 2006 mehr als 150 Geschichtsdarsteller in zeitgenössischen Uniformen und Gewändern im Schloss Fasanerie bei Eichenzell in der Nähe von Fulda: Die Gesellschaft für Hessische Militär- und Zivilgeschichte und die Hessische Hausstiftung hatten zur 9. "Zeitreise ins 18. Jahrhundert" eingeladen. Die Veranstaltung ist mittlerweile die größte Historien-Veranstaltung für die Epoche des Spätbarock und Rokoko in Hessen und sucht bundesweit ihresgleichen.

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Die Besucher durften eintauchen in die Welt, wie sie vor 250 Jahren gewesen sein mag. Ausgesuchte Darsteller zeigten sich als Militär- und Zivilpersonen der Zeit zwischen 1700 und 1786 in hessischen, preußischen, französischen und englischen Uniformen des Spanischen Erbfolgekriegs (1701?1714), des Siebenjährigen Krieges (1756 - 1763) und in den Monturen der in britischem Sold stehenden Hilfstruppen aus Hessen im amerikanischen Revolutionskrieg (1775 - 1783) . Zu sehen waren auch Darsteller der damaligen Feinde jener deutschen Söldner, amerikanische Milizsoldaten nebst einiger indianischer Kundschafter.

Allesamt gaben Kostproben ihrer militärischen Kunst geben, "kloppten Griffe" mit ihren historischen Musketen wie vor 250 Jahren und führten ihre Waffen und Ausrüstungen vor. Jeweils gegen 14 Uhr gab es eine kleine Militärparade auf dem Vorhof des 1193424461_hz5u8926.jpgSchlosses, bei dem die beteiligten "Truppen" vorgestellt wurden. Die Parade nahm am Samstag der Hausherr und Chef aller hessischen Truppen, das amtierende Oberhaupt des hessischen Fürstenhauses, Moritz Landgraf von Hessen, ab. Er nagelte die kürzlich fertiggestellte Replik einer alten hessischen Regimentsfahne aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges in einer kleinen militärischen Zeremonie und übergab sie damit feierlich ihrer Bestimmung.

Bei einer Musterung von Musketen, Mösern und Kanonen waren deren Funktionsweise jeweils von
11 bis 12 Uhr und später noch einmal bei einem
kleinen Feldmanöver zu sehen und zu hören.

1193424769_hz5u8888k.jpgWer mochte, durfte mit höfisch gewandten Damen und Herren der Kostümgruppe "L´Age des Lumieres" artig im Park lustwandeln. Zwischendurch konnten die Besucher das nach preußischem Muster angelegte Militärlager an den Wachhäusern inspizieren, die Soldaten beim Exerzieren beobachten oder schaudernd die scharfen Gerätschaften des Militär-Chriurgus betrachten. Und natürlich konnte man einigen Handwerkern und zeitgenössischen Händlern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

Wer nach dem Eintauchen in die lebendige Geschichte noch Lust auf Kultur hatte, der konnte am Samstagabend um 20 Uhr das Kammermusikkonzert im großen Saal des Schlosses besuchen, zu dem die Hessische Hausstiftung und der Hessische Rundfunk gebten hatten. Zu hören waren Werke von Mozart und Schumann.

Text: Martin Heller

Die CD zur Veranstaltung finden sie hier




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